Titel: Ueber die Erkennung eines ächten Silberüberzuges auf Metallen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 8 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi01_8

Ueber die Erkennung eines ächten Silberüberzuges auf Metallen.

Aechten Silberüberzug auf Metalle (Versilberung) erkennt man am schnellsten mittelst einer kalt gesättigten Lösung von doppelt-chromsaurem Kali in reiner Salpetersäure von 1,2 spec. Gewicht. Nachdem die zu prüfende Fläche mit starkem Weingeist gereinigt worden, um etwaigen Lacküberzug zu entfernen, bringt man mittelst eines Glasstabes einen Tropfen von obiger Flüssigkeit darauf und spült dann die benetzte Stelle unmittelbar hiernach mit etwas Wasser ab. Bei vorhandenem Silber ist nun ein deutlicher blutrother Fleck (chromsaures Silberoxyd) sichtbar. Auf Neusilber färbt sich der Tropfen braun und hinterläßt nach dem Abspülen keinen rothen Fleck. Auf Britanniametall (aus Zinn, Antimon und wenig Kupfer bestehend) erhält man einen schwarzen Fleck. Auf Platin findet keine Einwirkung statt. Auf einer durch Quecksilber amalgamirten Metallfläche erhält man einen röthlichbraunen Niederschlag, der beim Uebergießen mit Wasser vollständig fortgespült wird. Auf Blei, ebenso auf Wismuth, erhält man einen gelben Niederschlag. Zink wird stark geätzt, die Probeflüssigkeit spült sich vollständig ab. Auch Zinn wird stark angegriffen; die Probeflüssigkeit färbt sich bräunlich, und ein Zusatz von Wasser gibt einen gelben Niederschlag, der auf dem Metall leicht haftet. Eine Auflösung von Höllenstein (salpetersaurem Silberoxyd) veranlaßt auf die fremden Metalle (Platin und Quecksilber ausgenommen) einen schwarzen Fleck, kann aber auch zur Erkennung einer ächten Silberfläche benutzt werden. (Böttger's polytechnisches Notizblatt, 1870, Nr. 24.)

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