Titel: Anwendung von Blei zum Verbinden von Wunden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 13 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi02_13

Anwendung von Blei zum Verbinden von Wunden.

Herr Burggraefe aus Genf richtete an die Pariser Akademie eine Note, betreffend das Verbinden von Wunden mittelst sehr dünner Bleibleche. Dieses System, welches im Genfer Hospital zum Verbinden von Fabrikwunden angewendet wird, hat schon außerordentliche Resultate geliefert. Die Bleiblätter werden wie englisches Pflaster angewendet und durch Heftpflaster festgehalten. Diese Verbandart bietet nach dem Verfasser folgende Vortheile: 1) das Blei bleibt weich und kühl in Berührung mit der Wunde; 2) es erspart die Anwendung der Charpie, die eine dauernde Ursache der Erhitzung und Infection ist; 3) die Schwefelverbindung welche sich bildet, verhindert die Fäulniß und die Entwickelung von Organismen, die sie begleiten; 4) ist die Wunde einmal verbunden, so kann sie mit kaltem Wasser gewaschen und erfrischt werden, ohne den Verband zu stören; 5) ist dieß ein Mittel, größere Operationen zu meiden. (Der Naturforscher.)

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