Titel: Anwendung von Reisstärke zum Appretiren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 12 (S. 245–246)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi03_12

Anwendung von Reisstärke zum Appretiren.

Die Reisstärke wird bekanntlich neuerdings zum Appretiren vielfach angewandt und hat dieser Umstand bereits im Verein deutscher Stärkefabrikanten die Erörterung der Frage veranlaßt, ob die Reisstärke der Weizenstärke auf dem deutschen Markte wirksam werde Concurrenz machen können. Maschinenfabrikant Fesca bestätigte, daß die Reisstärke bei der Appretur in Berlin gegenwärtig mit vorzüglichem Effect angewendet werde. Es habe sich herausgestellt, daß 100 Pfund derselben ebenso viel leisten wie 115 Pfund Weizenstärke. Bei gewissen Waaren gebe die Reisstärke, weil sie sandfrei sey, was durch das bei ihr übliche Schlämmen erzielt weide, eine ganz außerordentliche Appretur; gerade auf diese sandfreie Beschaffenheit der Stärke lege der Appreteur einen sehr hohen Werth. Die Weizenstärke erweise sich auch deßhalb zuweilen nachtheilig, weil sie öfters klebe. Die Preisdifferenz beider Sorten sey ziemlich hoch; während die Weizenstärke 7 Thaler per Centner koste, belaufe sich der Preis der Reisstärke auf 11 Thlr. per Centner. Der oben genannte Verein sprach sich übrigens übereinstimmend |246| dahin aus, daß bei der Vergünstigung welche Reis und Reisstärke bei der Einführung in den Zollverein habe, und bei der Vorzüglichkeit der Reisstärke für gewisse Arten von Appreturen, dieselbe im Laufe der Zeit sehr wohl mit der Weizenstärke werde concurriren können. (Gewerbeblatt für das Großherzogthum Hessen, 1870, S. 143.)

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