Titel: Ueber die Zuverlässigkeit der Federmanometer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 2 (S. 240–241)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi03_2

Ueber die Zuverlässigkeit der Federmanometer.

Einen interessanten Beitrag zu der Frage über die Zuverlässigkeit der Metallmanometer geben die Vergleiche, welche bei der letzten Ausstellung (1870) der Royal Agricutural Society die in Oxford abgehalten wurde, über die Angaben von Manometern verschiedener Fabrikanten mit denen des Controlmanometers der Gesellschaft angestellt wurden. Fast sämmtliche auf dem Platze anwesende Manometer wurden der Prüfung unterzogen, und gaben einige derselben allerdings nicht unerhebliche Abweichungen gegen den Druck des Controlmanometers von 50 Pfd. engl. Maaß (3,5 Kilogrm. pro Quadratcentimeter), welcher den Proben zu Grunde gelegt wurde.

Der Engineer brachte in Nr. 761 eine ausführliche Tabelle über die 120 untersuchten Instrumente, aus welcher wir die nachstehenden Vergleichungen abgeleitet haben.

Die größten Abweichungen waren 60 Pfd., welche dreimal vorkommen und nach der anderen Seite 44 Pfd. einmal vorkommend; dagegen stimmten mit den Controlmanometern überein acht Angaben, und zwar bei Schäffer und Budenberg 5 unter 43 Stück, bei Salter eines von 3 Stück und bei Bourdon 2 von 15 Stück.

Bei weitem die meisten Manometer waren von Schäffer und Budenberg, nämlich 43, von welchen, wie oben erwähnt, fünf übereinstimmten. Die Grenzangaben waren 49 Pfd. und 58 Pfd., beide einmal vorkommend, 55 Pfd. wurden von 24 Instrumenten markirt. Darnach kommen 15 Manometer von Bourdon, drei übereinstimmend, die Grenzen zwei mit 51 Pfd. und eines mit 60 Pfd. Smith hatte 8 Stück zwischen 52 und 58 Pfd. schwankend, ebensoviel Ruston Proctor und Comp., nach Dewitt gebaut, mit Angaben zwischen 51 1/2 und 60 Pfd., auch Baines und Tait (Bourdon'sche Construction), deren Anzeigen zwischen 52 1/2 und 57 Pfd. liegen. Schäffer, Budenberg und Comp. hatten 6 Manometer am Platz, deren Mehrzahl 55 Pfd. Druck zeigte, mit niedrigstem Druck von 54 Pfd., und höchstens von 56 Pfd., also ziemlich unter einander übereinstimmend. Darnach folgten 5 Stück, Dubois (nach Bourdon) 56 und 58 Pfd zeigend, und Smith in Nottingham mit Angaben zwischen 51 und 56 Pfd. Von Salter waren drei Manometer, eines 50 Pfd., die anderen höhere Spannungen bis zu 60 Pfd. angebend, ebenso viele von Hayward, Tyler und Comp., die von 48 bis 59 Pfd. variirten, und Dewitt (nach Bourdon'schem System) von 56 und 58 Pfd. zeigend. Die beiden Manometer von Ashby Jeffery (nach Bourdon) zeigten 51 und 54 Pfd., die von Isaac Storey (ebenfalls Construction nach Bourdon) 54 und 57 Pfd.; die übrigen Firmen waren mit je einem Apparat vertreten und zwar hatten Ashby Jeffery (Schäffer'sche Anordnung) 53 Pfd., Llewellyn und James 56 Pfd, Slack und Wells 44 Pfd., Austin in Newcastle 54 Pfd, Middleton |241| 56 Pfd., die Reading-Eisenwerke 53 1/2 Pfd, Tuxford 54 und Yarrow und Headley 52 Pfd. angezeigt. F. Z. (Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure, 1870, Bd. XIV S. 663.)

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