Titel: Die Panzerplatten-Fabrication betreffend.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 5 (S. 242–243)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi03_5

Die Panzerplatten-Fabrication betreffend.

Der Umstand, daß die für die Armirung von Schiffen erforderlichen Panzerplatten großentheils aus dem Ausland bezogen werden, hat in Oesterreich zu näheren Nachforschungen Anlaß gegeben. Diese haben gezeigt, daß bei vergleichenden Beschießungsproben, welche seinerzeit mit steirischen, französischen und englischen Panzerplatten vorgenommen wurden, die erstgenannten, welche übrigens fast um ein Drittel |243| mehr kosten, ernstere Beschädigungen und eine geringere Widerstandsfähigkeit zeigten, als die concurrirenden ausländischen Platten. Der Grund für diese Thatsache ist nicht in der Beschaffenheit des verwendeten Materiales – denn in dieser Beziehung haben die steirischen Platten den Vorzug – sondern in der Verschiedenartigkeit der Fabrications-Methode zu suchen. In neuerer Zeit werden die Panzerplatten nämlich in England, Frankreich – und nach Mittheilung des Ministerialrathes Ritter v. Tunner auch in Rußland – nicht mehr wie es noch bei den inländischen Werken geschieht, geschmiedet, sondern gewalzt und hierdurch wird ein weiches und möglichst homogenes Fabricat erzielt, welches selbst höher gespannten Anforderungen zu entsprechen vermag. (Vom k. k. Ackerbau-Ministerium mitgetheilt in der österreichischen Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen, 1870, Nr. 50.)

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