Titel: Verwendung von Sodarückständen bei Eisenbahnbauten; von M. Schaffner.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 6 (S. 243)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi03_6

Verwendung von Sodarückständen bei Eisenbahnbauten; von M. Schaffner.

Fast sämmtliche Sodafabriken stellen jetzt aus den Sodarückständen Schwefel dar. Nach der Entschwefelung besteht dieser Rückstand im Wesentlichen aus kohlensaurem Kalk, schwefelsaurem Kalk und schwefligsaurem Kalk.

Abgesehen davon, daß man mit diesen Rückständen Eisenbahndämme ausführen kann, die sehr fest werden, so eignen sie sich aber ganz besonders zum Oberbau, wo sie statt des Flußsandes und mit diesem gemeinschaftlich angewendet werden. – Die Schwellen liegen trocken, indem die entschwefelten Rückstände wasserdurchlassend sind und ebenso scheinen diese Rückstände äußerst conservirend auf die Holzschwellen zu wirken. Versuche welche vor vielen Jahren angestellt wurden, bestätigen diese Ansicht, da die in Rückständen gelagerten Schwellen viel besser erhalten sind als andere die zu gleicher Zeit gelegt wurden. Schon G. Juncker (polytechn. Journal, 1867, Bd. CLXXXIV S. 543) machte auf die holzconservirende Eigenschaft der Sodarückstände aufmerksam und empfahl dieselbe als Mittel gegen den Hausschwamm.

Aussig, im Februar 1871.

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