Titel: Verwendung von Lithofracteur zum Sprengen eiserner Geschütze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 12 (S. 429)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi05_12

Verwendung von Lithofracteur zum Sprengen eiserner Geschütze.

Wie aus Versailles berichtet wird, ist die Sprengung der colossalen eisernen Geschütze des Mont Valerien und der übrigen Forts am 11. Februar und den folgenden Tagen vollständig und mit geringen Kosten gelungen. Die Arbeiten leitete der Ingenieur-Officier v. Förster unter Assistenz des hierzu speciell commandirten, zur Zeit als Landwehrmann im Felde stehenden Werkführers der Dynamit- und Lithofracteur-Fabrik in Deutz, aus welcher das Material bezogen worden war. Es genügte, so heißt es, 4 bis 5 Pfd. lose auf die Geschützrohre aufgelegter Lithofracteur, um dieselben zu zertrümmern und zu ferneren militärischen Zwecken vollständig unbrauchbar zu machen. Das Sprengmaterial wurde in Quantitäten von etwa 4 Pfd. auf den Kopf des Rohres gelegt und dieser wurde auf 4 Fuß Länge ab- und in viele Stücke zerschlagen. Bei weniger großen Geschützen genügte eine Ladung von 2 bis 2 1/2 Pfd. Bei zwei besonders schweren Geschützen bildeten sich nur lange, durch die ganze Eisenstärke hindurch gehende Risse, was nach dem Urtheil der anwesenden Artillerie-Officiere vollständig hinreichte.

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