Titel: Zur Färberei mit Safranin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 15 (S. 430–431)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi05_15

Zur Färberei mit Safranin.

Das (im vorhergehenden Heft dieses Journals S. 332 besprochene) Safranin,78) |431| welches sich nach eingegangenen Berichten immer mehr bewährt, kann auf folgende Art schön gefärbt werden. Man stellt sich für 50 Pfd. Garn ein Bad aus Marseiller Seife her, bringt dasselbe auf 40–50° R., setzt etwas Farbstoff hinzu und gibt darauf dem Garne einen rosa Grund unter fleißigem Umziehen. Man setzt einem frischen Bade auf je 50 Pfd. 1/2 Pfd. vorher aufgelöstes Zinnsalz hinzu, erwärmt auf 30–40° und fügt die Auflösung des Safranins nach Bedürfniß zu. Auf diesem Bade färbt man das aus der Seife abgerungene Garn unter fleißigem Umziehen und Zusatz von Farbstoff fertig. Man spült, kann dieß aber auch unterlassen und trocknet zuletzt in mäßiger Wärme.

Dieses Verfahren erzeugt erfahrungsmäßig lebhaftere und beständigere Farben, als das einfache Verfahren mit Seife. Es ist noch hervorzuheben, daß nach allen bisher an uns gelangten Kundgebungen das Safranin dem Safflor an Aechtheit sehr bedeutend voran, in der Schönheit der Farbe in Nichts nachsteht. (Reimann's Färberzeitung, 1871, Nr. 9.)

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Der Name dieses Productes ist der französischen Bezeichnung des Safflors Safranon entlehnt.

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