Titel: Rauchverzehrung bei Kesselfeuerungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 3 (S. 423–424)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi05_3

Rauchverzehrung bei Kesselfeuerungen.

Zur Beförderung der Verbrennung und wenigstens annähernden Rauchverzehrung bringt W. Walker in Manchester nach seinem Patent ein kleines Flügelrad in jeder Feuerthür an, welches durch aus dem Kessel vermittelst eines kleinen Rohres zugeführten Dampf in Bewegung versetzt wird. Nach jedesmaligem Nachfeuern und Schließen der Thür öffnet der Heizer den Hahn dieser Dampfzuleitungsröhre, wodurch Luft über das Feuer geblasen und zufolge der raschen Schraubenbewegung der zugeführten Luft ein inniges Vermischen derselben mit dem sich bildenden Rauch erreicht, sowie endlich der Weg dieses Gasgemisches bis zur Feuerbrücke, also über den heißesten Theil der Feuerung, zu Gunsten der vollkommenen Verbrennung verlängert wird. Nach einiger Zeit wird der Dampfhahn geschlossen und hiermit die Bewegung des Flügelrades bis zum nächsten Nachlegen unterbrochen. (Nach dem Engineer, Januar 1871, S. 20.)

Ganz in ähnlicher Absicht hat D. Walker in Leith eine Anordnung angegeben, nach welcher heiße Luft unter den Rost am hinteren Ende oder in die Feuergase nächst der Feuerbrücke geleitet wird.

Dabei soll aber die Erwärmung der Luft nicht, wie dieß üblich ist, bloß durch die abziehenden Verbrennungsproducte geschehen, sondern die Luftleitung soll zur Erreichung einer möglichst hohen Temperatur die heißesten Ofenzüge passiren. Er stellt demnach irgend ein Gebläse außerhalb auf den Kesseln auf und treibt durch vom |424| Hauptrohr abgehende Zweigröhren aus Eisen oder feuerfestem Thon, welche die heißesten Feuercanäle durchziehen, Luft unter die sich bildenden Verbrennungsgase. Der Antrieb des Gebläses erfolgt von der Hauptmaschine aus, oder mittelst einer kleinen Donkeymaschine. (Nach dem Mechanics' Magazine, Januar 1871, S. 27.)

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