Titel: Filtrirvorrichtung zum Reinigen des Wassers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 10 (S. 513)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi06_10

Filtrirvorrichtung zum Reinigen des Wassers.

Ein entsprechend großes Reservoir von Holz oder mit Oelfarbe angestrichenem Eisenblech ist so eingerichtet, daß man in der Mitte desselben quer durch von unten bis oben eine Zwischenwand hat, die aus zwei Rahmen gebildet ist, welche mit Drahtoder Haargaze bespannt und so mit einander verbunden sind, daß ein 2 bis 3 Zoll breiter Zwischenraum zwischen der Gaze entsteht. Diesen Zwischenraum füllt man mit Scherwolle, welche vorher mit Soda kalt oder lau gereinigt wurde, aus, indem man dieselbe darin eindrückt. Füllt man nun das unreine Wasser in die eine Hälfte ein, so füllt sich die andere Hälfte fast in demselben Maaße mit geklärtem Wasser, welches man benutzt. Die Scherwolle hält sich sehr lange wirksam; einfaches Auswaschen der heraus genommenen Wolle macht dieselbe wieder benutzbar, wenn sie nach längerer Zeit zu sehr mit Unreinigkeiten gemischt ist. Ganz besondere Dauer und Widerstand gegen Fäulniß erhält die Scherwolle durch Ansieden mit einer Eisenlösung und nachheriges Auswaschen, welches letztere sich sehr leicht in groben leinenen Tüchern ausführen läßt. Jede Tuchfabrik liefert solche Wolle; auf Farbe und Verschiedenheit der Farbe kommt es dabei nicht an. (Industrieblätter, 1870, Nr. 52.)

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