Titel: Anwendung des Chloralhydrats als Reductionsmittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 199/Miszelle 5 (S. 510)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj199/mi199mi06_5

Anwendung des Chloralhydrats als Reductionsmittel.

Die Anwendung des Chloralhydrats als Reductionsmittel ist, nach einer Mittheilung in der „pharmaceutischen Centralhalle,“ in manchen Fällen eine sehr bequeme. Alle edlen Metalle lassen sich damit unter gleichzeitiger Einwirkung von Aetzkali oder Aetznatron schnell und sicher reduciren Da sich gleichzeitig Chloroform abscheidet und dieses das ausgeschiedene Metall umhüllt, so lassen sich diese Niederschläge sehr leicht aussüßen. Wenn man Gold oder die zur Platingruppe gehörenden Metalle in ihrer Lösung mit Chloralhydrat versetzt, erwärmt, dann allmählich mit überschüssiger Aetznatronlauge versetzt und circa 1 Minute im Kochen erhält, so findet (wahrscheinlich in Folge von freiwerdender Ameisensäure bei der Spaltung des gleichzeitig auftretenden Chloroforms) vollständige Reduction statt. Bei Silberlösungen ist diese Reduction eine vollständige, indem die Bildung von Chlorsilber stattfindet; bei Quecksilbersalzlösungen findet keine Reduction statt.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: