Titel: Rieter's Schützenregulator.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202, Nr. XXI. (S. 100)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/ar202021

XXI. Centrifugal-Pendel-Regulator mit variabler Regulirungs-Geschwindigkeit für Wasser-Motoren; construirt in den Werkstätten von J. Jacob Rieter und Comp. in Winterthur (Schweiz).

Mit einer Abbildung auf Tab. II.

Dieser bereits in einer großen Zahl industrieller Etablissements des Continentes eingeführte Regulator verdient seiner einfachen Construction und dabei ausgezeichneten Leistungsfähigkeit wegen, den ersten Platz unter den bis jetzt bekannten und angewandten Schützenregulatoren. Bei den damit vorgenommenen Proben zeigte derselbe, durch Uebertragung seiner Regulirungsgeschwindigkeit in eine Curvenlinie, die schnellste Regulirung innerhalb höchstens zweier Umdrehungen der Hauptwelle, wogegen der complicirte Kaufmann'sche Regulator bis auf 6 Umdrehungen, der von Winder in Kennelbach bis auf 4 Umdrehungen und noch andere bis 12 Umdrehungen variiren.

Die Scheibe a in Fig. 17 dient zum Antrieb des Regulators und der besonders mit einem Riemen angetriebene Conus b mit Scheibe c zum Antrieb der Regulirungswellen d und e. Mittelst des Conus b kann daher die Geschwindigkeit der Regulirungswellen d und e beliebig verändert werden. Nach Bedürfniß kann die Regulirungswelle d direct verlängert, oder die Welle e so angebracht werden, daß sie, wie die Zeichnung zeigt, nach abwärts abzweigt, oder auch horizontal, vom Kreuzkopf f hinweg, nach rechts oder links führt. g ist das doppelte Regulirungsexcenter, durch dessen Hin- und Herbewegung in Friction mit der Scheibe h das Oeffnen und Schließen des Fallenzuges veranlaßt wird.

Der Regulator kann je nach den Localverhältnissen entweder an eine Mauer, Wand oder Säule angeschraubt werden.

Die Geschwindigkeit der Gegenwelle soll circa 80 bis 100 Umdrehungen betragen und die Geschwindigkeit der Antriebscheibe a am Regulator 56 Umdrehungen.

Das approximative Gewicht des Regulators sammt Gegen-Conus, jedoch ohne Gegenwelle und ohne Verlängerung der Regulirungswelle e, beträgt circa 4 Zollcentner. L. R. Carlé, Ingenieur. (Zeitschrift des österreichischen Ingenieur- und Architektenvereines, 1871 S. 248.)

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