Titel: Friedmann's Schiffspumpe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202, Nr. XXIII. (S. 108)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/ar202023

XXIII. Friedmann's Schiffspumpe.

Nach Engineering, Juni 1871, S. 416.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Die Abbildungen in Fig. 14 bis 16 stellen Friedmann's Dampf-Ejector dar, wie er zum Ausschöpfen des Kimmwassers (des im Schiffsbauch sich ansammelnden Wassers) besonders in Nothfällen sehr zweckmäßig in Thätigkeit gesetzt werden soll.

Das Dampfrohr A kommt vom Kessel und endet mit einem Mundstück (Düse) in einem gußeisernen Cylinder B. Innerhalb dieses Cylinders ist eine Reihe aufeinander folgender conischer Zwischenrohre mit zunehmendem Querschnitt angebracht, von denen das letzte mit dem Druckrohr D communicirt, um das angesaugte Wasser durch das Abflußventil S in die Höhe zu führen. Die Einrichtung und Wirkungsweise des Ejectors stimmt im Wesentlichen mit den Apparaten überein, welche bereits in diesem Journal Bd. CC S. 268 und 274 beschrieben wurden, weßhalb dahin verwiesen werden kann.

Mit dem unteren Ende des Cylinders B steht das Sauggefäß C in Verbindung, ein aus Siebblech hergestellter Cylinder, welcher in den Wasserraum des Schiffes reicht und das Eintreten gröberer Unreinigkeiten verhindert. Was durch das Sieb hindurchgeht, passirt auch anstandslos die Zwischenräume der conischen Ejectordüsen.

Das am oberen Ende des Steigrohres D befindliche Ventil S wird durch einen Handhebel L geöffnet, wenn die Schiffspumpe (bilge-pump) in Thätigkeit gesetzt werden soll. Schließt man dieses Ventil, läßt aber den Dampfzutritt frei, so wird der Filtercylinder C wirksam durchgeblasen und gereinigt.

Der Ejector wird in verschiedenen Größen hergestellt, um pro Stunde 4 1/2 bis 300 Tonnen Wasser auszuschöpfen. Die Générale Transatlantique Compagnie hat diese Apparate für ihre Schiffe adoptirt und soll mit deren Wirkungsweise ganz zufrieden gestellt seyn.

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