Titel: Amerikanische Handbohrmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 2 (S. 89)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi01_2

Amerikanische Handbohrmaschine.

Der Fabrikant P. Suckow in Breslau legte – nach der Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure, 1871, Bd. XV S. 402 – in einer der letzten Sitzungen des Breslauer Bezirksvereines eine amerikanische Handbohrmaschine vor, welche besonders gute Dienste bei Gas- und Wasserleitungsarbeiten zum Anbohren der Rohre leistet.

Die Stocksäule ist auf die Hälfte ihrer Länge mit einem Gewinde versehen; es läßt sich das Bohrgeräth mittelst zweier Klemmbratzen und Muttern sehr solid höher oder tiefer stellen, da die beiden Bratzen stets parallel bleiben. Am oberen Theile der Säule ist ein verstell- und drehbarer Schlitten angebracht, an dessen Vordertheile sich das drehbare Lager für die Bohrspindel befindet und zwar ist die Bohrhülse, welche ihrer Länge nach mit einem Gewinde und am oberen Ende mit einem Stellrädchen versehen ist, in dem Lager eingeschraubt. Durch die Hülse geht die eigentliche Bohrstange, welche durch eine oben aufgesetzte Kurbel in Drehung gesetzt wird. Zum Zurückziehen des Bohrers bedient man sich einer Falle, wobei die Kurbel selbstverständlich links gedreht wird.

Man kann sich dieses Bohrgeräthes auch zum Gewindeschneiden bedienen. Zu diesem Zwecke wird ein Schraubenbohrer an Stelle des gewöhnlichen Bohrers eingesetzt und mittelst des Stellrädchens in das vorgearbeitete Loch eingedrückt. Sobald der Bohrer gefaßt hat, zieht sich die Bohrspindel nach Maaßgabe der Gewindesteigung nach, da die Kurbel auf der Bohrstange in diesem Falle verschiebbar ist. Der Preis dieser empfehlenswerten Handbohrmaschine beträgt 18 Thlr.

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