Titel: Ueber Färben von Jodgrün auf Alpacca.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 13 (S. 193)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi02_13

Ueber Färben von Jodgrün auf Alpacca.

Das im polytechn. Journal Bd. CCI S. 374 (zweites Augustheft 1871) aus der Musterzeitung Nr. 31 aufgenommene Verfahren, Jodgrün auf Alpacca herzustellen, wobei Salmiakgeist und außerdem Wasserglas angewendet wird, muß als unrationell bezeichnet werden.

Man färbt einfach, indem man mit Galläpfelabkochung oder Tanninlösung gallirt, und zwar kalt. Darauf bringt man in ein Bad aus Jodgrün, welchem man ein wenig Ammoniak hinzusetzt, und behandelt hierin zuerst kalt, dann lauwarm, bis die Nüance nach Wunsch ist; endlich macht man sich ein lauwarmes Bad aus Wasser mit wenig Schwefelsäure, so daß es nur stark sauer schmeckt, und bringt die Waare aus dem Jodgrün sofort hier hinein. Die Farbe avivirt sich dann sehr gut. Ist das Jodgrün zu bläulich ausgefallen, so setzt man dem letzten Bade etwas Pikrinsäure hinzu und erhält dann jede gewünschte Nüance von Gelb. Auf diese Weise erhält man ein sehr hübsches Jodgrün.

Wie mit Wasserglas, kann man auch mit Natronlauge, Chlorkalk, überhaupt jeder alkalischen Flüssigkeit Jodgrün auf Wolle befestigen; derjenige Stoff indessen, welcher sich nach den neuesten Erfahrungen am besten eignet, ist Ammoniak. Ehe man dieses kannte, wendete man hier und da Wasserglas an. ρ.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: