Titel: Anwendung des Giffard'schen Injectors zur Wasserhebung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 3 (S. 188)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi02_3

Anwendung des Giffard'schen Injectors zur Wasserhebung.

Nach einer Mittheilung der „Zeitschrift für Gewerbe, Handel etc., Organ des oberschlesischen berg- und hüttenmännischen Vereines,“ 1871, Nr. 7 und 8, wird der Giffard'sche Injector in einer einfallend getriebenen Strecke auf der Gräfin Laura Grube bei Königshütte mit Vortheil verwendet. Die den Injector mit Dampf versorgenden Kessel sind über Tage aufgestellt. Ein 6 Zoll im Lichten weites Leitungsrohr führt den Dampf bis auf die Sohle des 30 Lachter tiefen Alexander-Schachtes und versorgt hier zunächst eine Dampfmaschine, an der ein Rittinger'scher Pumpensatz hängt, mit Dampf. Von dieser Haupt-Dampfleitung zweigt sich unten ein 2 Zoll weites Dampfrohr ab, welches bis zu dem Injector geführt ist und im Ganzen 112 Lachter Länge hat. Die Dampfspannung über Tage beträgt 42–43 Pfd. über den äußeren Luftdruck; auf dem Wege zu dem Injector gehen 10–12 Pfd. verloren. Die Länge der einfallenden Strecke, in welcher das Wasser durch ein 3 Zoll weites Rohr gehoben wird, beträgt circa 61 Lachter und die Wasserhebungsteufe 14 Fuß bei etwa 11° Einfallen der Strecke.

Der angewendete Injector soll unter den erwähnten Umständen 3 Kubikfuß Wasser pro Minute heben.

Die Anwendung desselben, obgleich mit hohem Dampfverbrauche verbunden, wird als vortheilhaft betrachtet, indem man mit dem Injector bei dem weiteren Vorrücken der Strecke nach der Tiefe leicht folgen kann.

Die Dampfleitungsröhren müssen mit Stroh und Lehm gut verkleidet werden, damit die Temperatur in den Strecken nicht zu sehr erhöht wird.

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