Titel: Quetschmaschine (Steinbrechmaschine) von G. H. Godman in Walworth.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 6 (S. 189)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi02_6

Quetschmaschine (Steinbrechmaschine) von G. H. Godman in Walworth.

Nachdem diese Maschine noch nicht alle Patente im Auslande erlangt hat, beschränken sich die englischen technischen Journale auf eine perspectivische Ansicht und eine ganz oberflächliche Beschreibung dieser Steinquetschmaschine, deren Wirkungsweise indeß sehr rühmlich hervorgehoben wird.

Ein fester Kolben mit gefurchter Stirnfläche wird in horizontalem Sinne hin- und herbewegt, dabei wieder eine gegenüber befestigte, ebenfalls gekerbte Brechplatte getrieben. Um jedoch die Wirkung zu erhöhen, wird der Kolben durch Anordnung eines zweiten Excenters in eine eigenthümliche Bewegung versetzt, welche an das Kauen erinnert, wobei das Material allerdings gleichförmiger zerkleinert werden kann.

Scheint es erforderlich, so führt man das Quetschgut über ein Rüttelsieb und was nicht durchfällt, zwischen zwei horizontale, gekerbte Mahlscheiben. Dieß geschieht insbesondere beim Verarbeiten von Golderzen, wobei das Erzmehl sofort in ein Quecksilberbad geschüttet wird.

Die Leistungsfähigkeit ist mit 20 bis 60 Tonnen pro Tag (10 Arbeitsstunden) und der Kraftbedarf mit 3 bis 6 Pferdestärken angegeben. Die Maschine ist einfach, sehr kräftig gebaut, um selbst einer rauhen Behandlung zu widerstehen, leicht transportabel und doch billig. (Nach dem Engineer, Mai 1871, S. 319 und Mechanics' Magazine, Mai 1871, S. 367; aus der Zeitschrift des österreichischen Ingenieur- und Architektenvereines, 1871 S. 251.)

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