Titel: Verfahren, die Schlichte vor dem Schimmeln und Sauerwerden zu bewahren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 12 (S. 308)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi03_12

Verfahren, die Schlichte vor dem Schimmeln und Sauerwerden zu bewahren.

Man hat zu diesem Zweck verschiedene Mittel vorgeschlagen, unter Anderem auch eine Lösung von Chlorzink. Dieses greift indessen die Faser vermöge seiner ätzenden Eigenschaften leicht an, während andere vorgeschlagene Stoffe diesen Einfluß nicht üben, dafür aber nicht die fäulnißwidrigen Eigenschaften des Chlorzinkes zeigen. Es ist zu bewundern, warum man nicht auf das allereinfachste und zweckmäßigste Mittel kommt, welches eben seiner Einfachheit wegen am wirksamsten ist und am leichtesten angewendet werden kann. Wir meinen das carbolsaure Natron, eines der wirksamsten Mittel gegen die Fäulniß, welches durchaus nicht ätzend ist, sehr leicht angewendet werden kann, ohne Nachtheil für die Gesundheit der Arbeiter und außerdem sehr billig ist. Man löse so viel rohe, sehr billige Karbolsäure in Aetznatronlauge (gewöhnlicher Seifensiederlauge) auf, bis die letzten Quantitäten Carbolsäure nicht mehr aufgelöst werden, sondern als ölige Tropfen auf der Flüssigkeit schwimmen. Von dieser Auflösung setze man der Schlichtemasse so viel hinzu, daß dieselbe eben lebhaft darnach riecht. Diese Schlichte wird dann weder schimmeln noch sauer werden, und ist ohne jeden Einfluß auf die Faser wie auf die Gesundheit der Arbeiter. (Reimann's Färberzeitung, 1871, Nr. 41.)

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