Titel: Conservation des Hopfens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 16 (S. 309–310)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi03_16

Conservation des Hopfens.

Zum Conserviren des Hopfens empfiehlt Ed. Schaar (Brauereibesitzer in Neuhofen, Sachsen-Weimar) die Kälte. Er hat Hopfen in einem verpichten Fasse in Eis vergraben und nach 7 Monaten (Ende August) wieder hervorgezogen. Der Hopfen war nun sichtlich nicht verändert; die Eigenschaften welche man am jungen, neuen |310| Hopfen zu finden gewohnt ist, Farbe, Geruch und klebrige Beschaffenheit, waren noch vollständig vorhanden. Es ist nach Schaar unwahrscheinlich, daß man auf einem anderen Wege, durch Schwefeln, Comprimiren u.s.w. ein günstigeres Resultat erzielen könne. Wolle man ein Aeußerstes thun, so möge man den Hopfen geschwefelt und gepreßt in das Eis legen. Das Pressen sey schon der Raumersparniß wegen zu. empfehlen. Wie groß die Einwirkung der Wärme auf die Qualität des Hopfens ist, könne man daraus erkennen, daß bis Ende April, in 8 Monaten, höchstens 5 bis 10 Procent Werth zu verschwinden pflegen, während in den vier darauf folgenden heißen Monaten der Werthverlust des Hopfens 30 bis 35 Procent betragen könne. (Bayerischer Bierbrauer, 1870, Nr. 7; Wagner's Jahresbericht der chemischen Technologie für 1870, S. 461.)

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