Titel: Entfernung der Hefe aus den Weinfässern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 19 (S. 311–312)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi03_19

Entfernung der Hefe aus den Weinfässern.

Um Weinhefe aus dem Weinfasse zu entfernen, ohne den Wein abzuziehen, verfährt Deldevez in Clermont-Ferrand in umgekehrter Weise, als es bisher geschah. Man ließ nämlich bisher den Wein aus dem Fasse ablaufen, und den Satz und die Hefe im Fasse zurück; Deldevez entfernt den Bodensatz allein und läßt den Wein darin. Das geschieht einfach durch ein an der untersten Daube des Fasses angebrachtes Gefäß, ein kleines Fäßchen oder Tönnchen, welches mit dem großen Fasse durch ein Rohr verbunden ist, das sich durch einen Hahn absperren läßt und welches einen zweiten Hahn hat, um es nach außen zu entfernen. Wenn diese Verbindungsrohre offen ist, so sammelt sich die Hefe aus dem Fasse in dem angehängten Gefäße, als die tiefste Stelle des Fasses, und will man von Zeit zu Zeit die Hefe entfernen, so schließt man die Verbindungsröhre durch den Hahn ab und leert das Fäßchen. Dabei wird der Wein im großen Fasse nicht bewegt. Schließt man hierauf den |312| äußeren Hahn des Fäßchens wieder und öffnet man allmählich den Hahn in der Verbindungsröhre, so zieht der Satz auch im großen Fasse, ohne den Wein aufzurühren, sich langsam in das untere Gefäß und die Reinigung des Weines von der Hefe geschieht daher ohne Mühe und ohne Nachtheil für den Wein. (Chemisch-technisches Repertorium.)

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