Titel: Ueber die Erkennung einer Verfälschung des Traubenweines mit Obstwein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 20 (S. 312)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi03_20

Ueber die Erkennung einer Verfälschung des Traubenweines mit Obstwein.

Nach der im polytechn. Journal Bd. CXCIX S. 159 (zweites Januarheft 1871) mitgetheilten Notiz von Dr. Tuchschmid soll eine Verfälschung des Traubenweines mit Obstwein sich aus der Differenz des Aschengehaltes beider Weinarten ergeben. Der Obstwein soll nach zahlreichen Bestimmungen 0,11 bis 0,40 Proc., der Traubenwein höchstens 0,049 Proc. Kalkcarbonat liefern.

Dr. H. Hagen bemerkt hierzu, diese Angabe sey mit der größten Vorsicht aufzunehmen; denn der Kalkgehalt mehrerer Weine (z.B. der Aarweine) erreiche häufig 0,08 Proc., und die platragirten Weine haben nicht selten einen doppelt so großen Kalkgehalt, besonders wenn der verwendete Gyps reich an Kalkcarbonat war. Andererseits liefere der Saft der Birnen und Aepfel höchstens 0,06 Proc. Kalkcarbonat. Es sey also nicht ersichtlich, warum der Obstwein nothwendig 3 bis 8 Mal reicher daran seyn solle, als der Traubenwein. (Pharmaceutische Centralhalle, 1871, Nr. 25.)

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