Titel: Kräftigung der Kohle-Lichtbilder durch übermangansaures Kali.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 8 (S. 388–389)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi04_8

Kräftigung der Kohle-Lichtbilder durch übermangansaures Kali.

Wharton Simpson beschreibt in den Photographic News ein neues Verfahren von Swan, Kohlebilder zu kräftigen. Das Verfahren ist eben so wirksam wie einfach, und besteht in nichts Weiterem als einem Aufguß von übermangansaurem Kali. Der Ton des Bildes wird hierdurch ungemein gekräftigt, indem das übermangansäure Kali an den Bildstellen durch die Gelatine zersetzt wird und dort ein Niederschlag von Manganoxyd entsteht. Die Farbe des Niederschlages ist nicht gerade schön zu nennen, sie ist ein äußerst saftiges Olivenbraun mit fast in's Orange übergehendem Halbton. Wenn diese Art der Kräftigung nun auch für Abdrücke zunächst nicht verwendbar ist, so ist sie doch von großem Werthe bei der Reproduction von Negativen |389| mittelst des Kohleverfahrens. Die gewöhnlichen Kohlepapiere, für Papierübertragung, sind bei weitem nicht genug gefärbt, um auf Glas Abdrücke zu liefern, die sich kräftig copiren lassen. Durch die neue Kräftigung aber wird der Ton äußerst intensiv und vollkommen druckfähig. Wir haben mit einigen schon vor langer Zeit entwickelten Kohlebildern Proben angestellt; auch diese kräftigten sich vorzüglich. (Photographisches Archiv, November 1871, S. 229.)

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