Titel: Ueber eingebrannte Photographien; von Joseph von der Forst.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 12 (S. 562)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi06_12

Ueber eingebrannte Photographien; von Joseph von der Forst.

Meine lichtempfindliche Lösung bereite ich in folgender Weise:

Regenwasser 200 Gramme
Dextrin 10 „
Traubenzucker 12 „
doppelt-chromsaures Ammon 15 „

Ich löse zuerst das Dextrin, dann den Zucker, zuletzt das Ammonsalz. Ich finde, daß letzteres feinere Details liefert, als das doppelt-chromsaure Kali. Frisch und warm arbeitet die Lösung am besten; hebt man sie auf, so muß dieß im Dunkeln geschehen. Vor dem Gebrauch muß man sie erst wieder erwärmen. Die Glasplatten müssen beim Aufgießen ziemlich lange horizontal gehalten werden; den Ueberschuß läßt man rasch ablaufen, sonst erhält man nie eine gleichmäßig dicke Schicht.

Vor dem Gebrauch müssen die Platten vollständig trocken und ziemlich warm seyn. Bei der geringsten Feuchtigkeit werden die Bilder stets verschmiert. Absolute Trockenheit ist nothwendig.

Ich belichte im Glashause von 10 bis 15 Minuten; die Halbtöne werden im zerstreuten Licht viel zarter, als in der Sonne.

Nach dem Belichten wird die Platte zunächst wieder sorgfältig getrocknet und dann soweit entwickelt, bis das Bild eben sichtbar ist. Dann lasse ich dasselbe eine Stunde stehen, erwärme wieder, und in wenigen Secunden habe ich das Bild vollständig entwickelt.

Die Farben zum Einbrennen müssen mit recht viel Fluß versetzt werden, damit die Farbe rasch schmilzt und hohen Glanz erhält. (Photographisches Archiv, 1871, Bd. XII S. 255.)

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