Titel: Reduction des Kupferoxydes durch Antimon.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1871, Band 202/Miszelle 5 (S. 557–558)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj202/mi202mi06_5

Reduction des Kupferoxydes durch Antimon.

Die in den letzteren Jahren abnehmende Einlösung der lechreicheren Gelferze bei der Tajovaer k. Hütte verursachte eine steigende Anhäufung antimonreicher Abzugsspeise, welche auf die Kupfererzeugung von ungünstigem Einfluß seyn mußte.

Da im Jahre 1868 abgeführte Versuche, das Kupfer aus dieser Speise durch Extraction mit eisenchloridhaltiger Kochsalzlauge zu gewinnen, nicht den gehofften Erfolg hatten, so wurde im Jahre 1869 die Idee verfolgt: ob es nicht möglich wäre, das Kupferoxyd der Rückstände, analog wie beim gewöhnlichen Reductionsproceß durch Schwefel, durch Antimon zu reduciren.

Obwohl gegen einen solchen Versuch wichtige Gründe sprachen, war man doch durch die Nothwendigkeit, die angehäufte Speise aufzuarbeiten, gewissermaßen hierzu genöthigt, und es stellte sich nach einigen Versuchen im Großen die Thatsache heraus, daß diese neue Reductionsmethode allerdings begründet und im Großen ausführbar ist.

Da jedoch das so allein erzeugte Gaarkupfer, wovon eine Analyse vorbereitet ist, für sich als nur in geringen Mengen verwendbar anerkannt wurde, so wurde diese Reductionsmethode nur in seltenen Fällen allein für sich angewendet und meistens combinirt mit dem gewöhnlichen Reductionsproceß ausgeführt.

So war es möglich, im Jahre 1869 die Menge von 2006 Ctrn. Abzugsspeise mit einem Antimongehalte von circa 600 Ctrn. bei der Reduction aufzubringen und |558| hieraus ein gutes, brauchbares Gaarkupfer zu erzeugen. (Aus der ungarischen Bergwerkszeitung Bányász. és Kohász. lap.“ durch die berg- und hüttenmännische Zeitung, 1871, Nr. 42.)

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