Titel: Darstellung von Farbstoffen aus Manganverbindungen; nach T. Rowan in Glasgow.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1872, Band 203/Miszelle 11 (S. 77–78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj203/mi203mi01_11

Darstellung von Farbstoffen aus Manganverbindungen; nach T. Rowan in Glasgow.

Durch modificirtes Erhitzen von kohlensaurem Manganoxydul oder von Manganchlorür können recht gute Deckfarben gewonnen werden. Das kohlensaure Manganoxydul wird erhalten durch Niederschlagen des bei der Chlorfabrication als Nebenproduct auftretenden Chlormangans mittelst eines Carbonates. Erhitzt man das Mangancarbonat in einem verschlossenen Gefäße, zu welchem der Sauerstoff der Luft nicht zutreten kann (welches aber einen Ausgang für Gas und Dämpfe besitzt), so erhält man ein sehr schönes grünes Pulver, sehr wohl geeignet zu einer Anstreichfarbe. Das Ausschließen der atmosphärischen Luft kann bewerkstelligt werden durch loses Ausfüllen der Ausgangsröhre des Gefäßes mit Kohle, welche die Gase und Dämpfe entweichen, aber keine Luft eintreten läßt. Erhitzt man Braunstein an der Luft, so erhält man |78| einen guten braunen Farbstoff. Führt man die letztere Operation bei gelinder Hitze aus, so wird eine feine schwarze Farbe gewonnen, besser geeignet zum Anstreichen als der gewöhnliche Braunstein. Das braune und das schwarze Pigment können direct aus Manganchlorür dargestellt werden. – Englisches Patent vom 8. Februar 1871. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft zu Berlin, 1871, Nr. 15.)

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