Titel: Ueber Bestimmung des Traubenzuckers; von F. Jean.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1872, Band 203/Miszelle 12 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj203/mi203mi02_12

Ueber Bestimmung des Traubenzuckers; von F. Jean.

Millon und Commaille haben in ihrer Arbeit über die gegenseitige Einwirkung der Kupferoxydulsalze und der Silberoxydsalze nachgewiesen, daß eine Lösung von Chlorsilber in Ammoniak mit einer Lösung eines Kupferoxydulsalzes einen Niederschlag von metallischem Silber gibt, dessen Gewicht der Quantität des in der Lösung enthaltenen Kupferoxyduls proportional ist. Ich habe mehrere Versuche angestellt, um diese Reaction zur quantitativen Bestimmung des Traubenzuckers zu verwerthen, und blieb bei dem nachfolgenden Verfahren stehen:

1 Decigramm Rohrzucker, in Traubenzucker umgewandelt, wurde einer Lösung von weinsaurem Kupferoxyd-Kali zugesetzt, dann das Gemisch in einem Glaskölbchen zum Sieden erhitzt. Es entstand ein Niederschlag von Kupferoxydul, welchen ich in Salzsäure löste; die erhaltene Lösung wurde stark ammoniakalisch gemacht und dann in ein Becherglas gegossen, welches eine Lösung von salpetersaurem Silberoxyd in Ammoniak enthielt. Das Gewicht des ausgefällten metallischen Silbers betrug 0,314 Grm.; bei drei anderen Versuchen erhielt ich 0,316, 0,314, 0,315 Grm. Die Theorie verlangt 0,315 Grm.; das Verfahren ist daher für die quantitative Analyse brauchbar; 1 Aequivalent Traubenzucker entspricht 5 Aequivalenten metallischen Silbers, oder 100 Th. Traubenzucker entsprechen 300 Th. Silber, und 100 Th. Rohrzucker 316 Th. Silber. (Comptes rendus, t. LXXIII p. 1397; December 1871.)

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