Titel: Prüfung des peruvianischen Balsams auf seine Reinheit.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1872, Band 203/Miszelle 13 (S. 158–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj203/mi203mi02_13

Prüfung des peruvianischen Balsams auf seine Reinheit.

Auf die Prüfung des peruvianischen Balsams sehen wir uns veranlaßt, besonders aufmerksam zu machen. Man kann annehmen, daß 2/3 der Handelssorten kein reiner peruvianischer Balsam sind, wobei sehr wohl zugegeben werden kann, daß die Verfälschung nicht in letzter Hand vorgenommen wird. Die Prüfung ist sehr |159| leicht: Löst man nämlich 1 Theil Kochsalz in 5 Theilen Wasser, so erhält man eine Flüssigkeit von 1,125 spec. Gewicht. Der peruvianische Balsam zeichnet sich aber vor allen anderen Balsamen, resp. fetten Oelen, mit welchen er verfälscht werden könnte, durch sein hohes spec. Gewicht von 1,140 bis 1,160 aus, und hierin liegt auch seine Prüfung. Nimmt man auch an, daß der Perubalsam in Folge verschiedener Herstellungsmethoden nicht ganz das Gewicht von 1,140 bis 1,160 erreichte, so muß wenigstens die Anforderung gestellt werden, daß er schwerer als 1,125 ist, d.h. also es muß, wenn man einen Tropfen davon in jene oben erwähnte Kochsalzlösung fallen läßt, derselbe untersinken. – Von vier Sorten, welche wir in dieser Weise prüften, entsprach nur eine einzige dieser Anforderung; es ist dieß gleichzeitig ein Beweis, daß der allenfalls denkbare Einwand, der gegenwärtige Perubalsam sey an sich specifisch leichter als der in früheren Zeiten, nicht stichhaltig ist.

Der ächte schwere Balsam ist also im Handel vorhanden, somit auch zu erlangen, man weise nur den leichten ganz einfach zurück. (Apotheker-Zeitung, 1871, Nr. 43.)

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