Titel: Zur qualitativen Bestimmung des Wismuths.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1872, Band 203/Miszelle 4 (S. 242)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj203/mi203mi03_4

Zur qualitativen Bestimmung des Wismuths.

Hierzu empfiehlt sich ein von Prof. v. Kobell angegebenes Verfahren durch Einfachheit und außerordentliche Schärfe. Die zu untersuchende Substanz wird, falls sie schwefelfrei ist, mit einem Gemenge von gleichen Theilen Jodkalium und Schwefelblumen (enthält sie den zur Zersetzung des Jodkaliums erforderlichen Schwefel, so genügt natürlich das Salz allein), auf Kohle vor dem Löthrohr in gewöhnlicher Weise behandelt. Ein sehr flüchtiger, intensiv scharlachroth gefärbter Beschlag von Wismuthjodid verräth sofort Spuren des Metalles, welche keine der bisher bekannten Reactionen nachzuweisen im Stande war. Auf diese Weise hat z.B. Hr. Professor Richter in Freiberg in den derben Weißnickelkiesen, dem sogenannten Chloantit, der Schneeberger Gegend, stets Wismuth gefunden, während die krystallisirten Varietäten frei davon sind. Bleihaltige Substanzen in derselben Weise behandelt, geben einen tief gelben Beschlag; ihre Anwesenheit beeinträchtigt die Wismuthreaction nicht. (Berggeist, 1872, Nr. 9.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: