Titel: Gegenmittel gegen Carbolsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1872, Band 203/Miszelle 11 (S. 325–326)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj203/mi203mi04_11
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Gegenmittel gegen Carbolsäure.

Der ausgedehnte Gebrauch der Carbolsäure in der Medicin, besonders als Desinfectionsmittel, hat in den letzten Jahren eine Reihe von Vergiftungen veranlaßt, welche in der überwiegenden Mehrzahl tödtlich verlaufen sind. Als Gegenmittel gegen Carbolsäurevergiftung hatte Prof. Calvert früher fettes Oel, Baumöl oder Mandelöl empfohlen. Dr. Th. Husemann in Göttingen hat dagegen neuerdings durch Versuche, über die er im „neuen Jahrbuch für Pharmacie“ Bd. XXXVI S. 129 ausführlich berichtet, constatirt, daß die Anwendung von fettem Oel, sowie von Glycerin, wenigstens bei inneren Vergiftungen, entschieden zu widerrathen ist; sehr zweckmäßig soll sich dagegen der Zuckerkalk erweisen. Husemann bereitet denselben durch Auflösen von 16 Theilen weißen Hutzuckers in 40 Theilen Wasser, Zusetzen von 5 Theilen guten in Wasser gelöschten Kalkes, dreitägiges Digeriren der Mischung unter öfterem Umschütteln, Filtriren und Verdampfen des Filtrates unter 100° Cels. zur Trockne.

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