Titel: Verfahren um auf Wolle und Seide ein schönes Scharlachroth mittelst Fuchsin zu erzeugen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1872, Band 203/Miszelle 13 (S. 422)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj203/mi203mi05_13

Verfahren um auf Wolle und Seide ein schönes Scharlachroth mittelst Fuchsin zu erzeugen.

Das Scharlachfärben auf Wolle und Seide beruht auf der gleichzeitigen Anwendung von Dinitronaphtol (Naphtalingelb) und Fuchsin. Je geringer die Menge Fuchsin ist, desto besser fallen die Nüancen aus. Man erhitzt eine verdünnte wässerige Lösung von Naphtalingelb bis nahe zum Sieden und fügt nun so viel Fuchsinlösung hinzu, daß die Menge des Fuchsins 2 Procent des Naphtalingelbes beträgt, und färbt damit Seide und Wolle.

Die Lösungen von Naphtalingelb und Fuchsin darf man aber nicht in der Kälte mischen, indem dadurch alles Fuchsin in amorphen Flocken ausgefällt wird, und wenn man dann die Flüssigkeit mit dem Niederschlage zum Sieden erhitzt, so löst sich nur ein Theil des Fuchsins, ein Theil aber schmilzt gleich einem Harze und ballt sich zu einem grünen metallglänzenden Klumpen zusammen; in diesem Zustande ist die Flüssigkeit zum Färben ganz ungeeignet und auch dann noch, wenn man die heiße Flüssigkeit filtrirt, liefert sie keine schönen Nüancen. B. Jegel, Lehrer der Gewerbschule in Hof. (Bayerisches Industrie- und Gewerbeblatt, 1872 S. 51.)

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