Titel: Ueber Indulin-Blau; von Carl Pfundheller.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1872, Band 203/Miszelle 14 (S. 506)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj203/mi203mi06_14

Ueber Indulin-Blau; von Carl Pfundheller.

Der Verf. kann das Indulin (man s. polytechn. Journal, 1870, Bd. CXCVII S. 190) welches jetzt ziemlich wohlfeil erzeugt wird, als ächtes und, wenn etwas Gelbholz dazu genommen wird, dem Küpenblau ganz ähnliches Blau empfehlen. Ohne Zusatz von Gelbholz ist es zu lebhaft.

Aufgelöst wird das Indulin durch sorgfältiges Zerreiben mit etwas Wasser und dann Aufkochen mit 50 bis 100 Th. siedendem Wasser.

Färben. Man macht ein Bad mit Borax oder Soda schwach alkalisch, gibt Farbstofflösung zu und behandelt die Wolle unter dem Kochpunkt, bis eine herausgenommene Probe in kochendem, mit etwas Schwefelsäure angesäuertem Wasser die gewünschte Nüance zeigt. Alsdann nimmt man die ganze Partie Wolle aus dem Bade, läßt abtropfen, wäscht etwas aus und behandelt sie dann in einem mit Schwefelsäure und Chlorzinn dargestellten kochenden Wasserbade, in welchem die blaue Farbe sich rasch entwickelt. Nach einigem Kochen ist die Waare fertig. Dieses Blau hält die Walke und rustet nicht ab. Das Indulin ist von dem Erfinder desselben, Hrn. Rudolph Knosp in Stuttgart, zu beziehen. (Das deutsche Wollen-Gewerbe, 1871, Nr. 22.)

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