Titel: Email für kupferne Kochgefäße.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1872, Band 203/Miszelle 3 (S. 499–500)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj203/mi203mi06_3

Email für kupferne Kochgefäße.

Um kupferne Gefäße, welche zum Kochen von Speisen, namentlich von solchen die Pflanzensäuren enthalten, welche das Kupfer bekanntlich beim Zutritt atmosphärischer Luft unter sogenannter Grünspanbildung angreifen, mit einem Email zu versehen, verfährt man folgendermaßen: 12 Theile weißer Flußspath, 12 Th. ungebrannter Gyps und 1 Th. Borax werden fein gepulvert, innig gemischt und in einem Tiegel geschmolzen; die geschmolzene Masse wird alsdann ausgegossen und nach dem Erkalten mit Wasser zu einer teigartigen Farbe verrieben. Mittelst eines Pinsels streicht man das kupferne Gefäß im Inneren an und bringt es in mäßige Wärme, so daß die Masse gleichförmig austrocknet. Ist dieses geschehen, dann erhitzt man die Gefäße, kleinere in einer Muffel, größere in einem gedeckten Ofen so stark, daß die aufgetragene Masse in Fluß geräth. Nach dem Erkalten erhält man ein weißes, undurchsichtiges Email, welches dem Kupfer sehr fest anhaftet, bei gewöhnlichem Stoß und Schlag nicht abspringt und das Kupfer gegen Pflanzensäuren schützt. Man kann |500| daher in solchergestalt emaillirten Gefäßen unbedenklich die sogenannten sauren Gemüse, Sauerkraut u.s.w. zubereiten. (Böttger's polytechnisches Notizblatt, 1872, Nr. 5.)

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