Titel: Färben des Strohes mit Anilingrün.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1872, Band 206/Miszelle 12 (S. 246)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj206/mi206mi03_12

Färben des Strohes mit Anilingrün.

Will man Stroh für Strohhüte, künstliche Blumen u. dgl. nach Pariser Art schön grün färben, so bringt man dasselbe einige Zeit in kochendes Wasser, wäscht darauf in kaltem Wasser aus, und bleicht in einem Bade welches 20 Gramme Chlorkalk und 7–9 Grm. Schwefelsäure enthält. Man nehme nicht mehr Wasser, als eben nöthig ist, das Stroh darin durcharbeiten zu können. Nach dem Bleichen spült man in kaltem Wasser oder besser am Flusse eine halbe Stunde, ringt ab und bringt in eine Beize welche aus Sumach, Alaun, Weinsteinsäure und einer nicht zu großen Menge Wasser besteht.

Man zieht darin gut durch, läßt eine Viertelstunde darin, ringt ab, gießt nun die Hälfte der Beizflüssigkeit ab, und ersetzt sie durch reines Wasser. Diesem Bade setzt man so viel Anilingrün und Pikrinsäure zu, daß der gewünschte Farbenton resultirt, wenn das Stroh einige Zeit darin bewegt wird.

Es wird nach dem Ausfärben leicht gespült und dann appretirt. M. Hartmann. (Musterzeitung, Zeitschrift für Färberei etc., 1872, Nr. 38.)

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