Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Wiedergewinnung von Kali, Natron etc. aus Seifenwasser; nach Tessié du Mothay.Das dem Genannten am 23. Mai 1871 in Frankreich ertheilte Patent und seine Zusätze beziehen sich auf die Wiedergewinnung des Kalis, Natrons und der organischen Stoffe aus der Seife, welche zum Reinigen, Entfetten etc. der Wolle und Seide gedient hat. Die Seifenwässer werden mit kohlensaurem Kalk, Baryt oder Magnesia versetzt und Kohlensäure hindurch geleitet. Die entstehenden doppelt-kohlensauren Salze schlagen nun organische Stoffe und sonstige Unreinigkeiten nieder. Man dampft die Flüssigkeit ein oder versetzt sie mit Barythydrat, welches die letzten Reste fremder Stoffe fällt, und man hat alsdann eine Lösung von caustischem Alkali. In einem gewissen Momente des Processes bedient der Erfinder sich einer Säure, um die Abscheidung der harzartigen Stoffe zu beschleunigen, und in gewissen Fällen setzt er Schwefelnatrium, -Calcium oder -Baryum und Kalk oder Eisenoxyd hinzu und leitet sodann Kohlensäure ein. Die ausgefällten Schwefelmetalle reißen die humusartigen Substanzen mit nieder. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1872, Nr. 14.) |
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