Titel: Fabrication von Alkalien, nach J. J. Knight in Penketh bei Warrington.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1872, Band 206/Miszelle 8 (S. 332–333)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj206/mi206mi04_8

Fabrication von Alkalien, nach J. J. Knight in Penketh bei Warrington.

Natürlicher phosphorsaurer Kalk (Triphosphat) wird durch Behandlung mit Schwefelsäure in lösliches Phosphat übergeführt, und dieses dann mit so viel des |333| ursprünglichen Materiales vermengt, daß zweibasisch-phosphorsaurer Kalk sich bildet, welchen man mit Kochsalz oder Chlorkalium mehrere Stunden lang bis auf Hellrothgluth erhitzt. Es wird bei diesem Proceß Salzsäure frei, und ein nahezu unlösliches Doppelsalz von phosphorsaurem Kalk und phosphorsaurem Natron oder Kali bleibt zurück, aus welchem man durch Kochen mit dem löslichen Kalkphosphate die Phosphate der Alkalien oder durch Kochen mit Aetzkalk die Alkalien im caustischen Zustande gewinnt. Das resultirende Kalktriphosphat wird mittelst Schwefelsäure wieder in Monophosphat verwandelt.

Nach einem anderen Verfahren trocknet man das Gemenge von Mono- und Triphosphat bei etwa 280° C., wobei Pyrophosphat entsteht, welches man dann mit Kochsalz unter Durchleiten von Sauerstoff bis zur Rothgluth erhitzt. Es wird hier Chlor frei gemacht, und ein Doppelphosphat von Kalk und Natron zurückgelassen, welches wie oben weiter verarbeitet wird. – Englisches Patent vom 2. December 1871. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1872, Nr. 14.)

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