Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Darstellung von Kali, Natron oder Baryt aus den entsprechenden Schwefelmetallen, nach Tessé du Mothay.Nach einem dem Genannten am 18. Juli 1871 in Frankreich ertheilten Patent behandelt man das Schwefelmetall mit Bleioxyd. Das gebildete Schwefelblei, mit Salzsäure zersetzt, entwickelt Schwefelwasserstoff und gibt Chlorblei, welches seinerseits durch Kalk oder Magnesia wieder in Bleioxyd übergeführt wird. Der Schwefelwasserstoff wird verbrannt, und die schweflige Säure verwerthet. Das Chlormagnesium wird im Wasserdampfstrome geglüht und regenerirt so Salzsäure. Ein anderes Verfahren beruht auf der Zersetzung der Schwefelmetalle durch Kochen derselben mit Wasser und Schwefelfluorkalium, -Natrium oder -Baryum. Es entwickelt sich Schwefelwasserstoff, und Kieselsäure fällt nieder, während die Alkalien als Fluorverbindungen in Lösung bleiben. Letztere zersetzt man durch Kalk oder kohlensauren Kalk und erhält so freies oder kohlensaures Alkali. Oder man behandelt die Fluorverbindungen mit kohlensaurem Baryt und leitet Kohlensäure ein; es entstehen dabei kohlensaures Alkali und Fluorbaryum, welches letztere man mittelst Kalk in caustischen Baryt umwandelt. In einem Zusatze zu seinem Patente ersetzt der Erfinder das Bleioxyd durch Zinkoxyd, weil das Schwefelzink leichter durch Salzsäure zersetzbar ist und sich durch Rösten oder durch Einwirkung von salpetriger Säure leicht in schwefelsaures Zinkoxyd überführen läßt. Letzteres Salz setzt sich mit Kochsalz zu Chlorzink und schwefelsaurem Natron um, und das Chlorzink regenerirt mit Kalk oder Magnesia Zinkoxyd. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1872, Nr. 14.) |
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