Titel: Untersuchung von Kautschukfabricaten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 207/Miszelle 11 (S. 174)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj207/mi207mi02_11

Untersuchung von Kautschukfabricaten.

Bei Untersuchungen von Kautschukfabricaten, welche kürzlich in der chemischen Fabrik Rhenania in Stolberg angestellt wurden und über welche R. Hasenclever im Aachener Bezirksverein deutscher Ingenieure berichtete, wurden in diesen Fabricaten durchschnittlich 40 bis 50 Proc. mineralische Bestandtheile gefunden. Das gewöhnliche Kriterium für guten Kautschuk sey bisher gewesen, daß er entsprechend einem specifischen Gewicht von 0,985 auf Wasser schwimme; das genüge aber gegenwärtig nicht mehr, da sich unter den verschlechternden Beimengungen auch oft Kork oder Sägespäne befänden. Diesen fremden verunreinigenden Beimengungen sey es auch wohl zuzuschreiben, daß der Kautschuk nicht so mannichfach in der Technik zur Verwendung komme wie man erwarten könnte; man würde gut thun, bei der Anwendung desselben nicht so sehr auf den Preis als die Güte des Fabricates zu sehen. Schlechterer und auch billigerer Kautschuk wäre auch für gewisse Zwecke, z.B. als Dichtungsmaterial bei Dampfleitungen u.s.w. zu empfehlen, wo die große Menge der beigemischten mineralischen Bestandtheile nicht unvortheilhaft wirke. Eine eigenthümliche Erscheinung bei den Kautschukfabricaten sey die, daß sie bei längerem Liegen an der Luft hart würden. (Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure. 1872, Bd. XVI S. 787.)

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