Titel: Anilinschwarz zum Färben der Baumwolle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 207/Miszelle 12 (S. 261)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj207/mi207mi03_12

Anilinschwarz zum Färben der Baumwolle.

Ein solches erzeugen Jarosson und Müller-Pack, indem sie in 10 Litern Wasser und 10 Kil. Salzsäure 3 Kil. Eisen auflösen und durch Verdünnung die Flüssigkeit auf 2° Baumé stellen, und die zu färbendem Stoffe zwei Stunden hineinbringen.

Auf 30 Kil. Stoff bestellt man sich zwei Lösungen. Die erste aus 2 Kil. 100 Grm. chlorsaurem Kali und 30 Litern kochendem Wasser, die zweite aus 3 Kil. Anilinöl und 5 Kil. Salzsäure. Beide Lösungen mischt man und taucht die zu färbenden Stoffe darin ein, bis sie davon durchdrungen sind. Die imprägnirten Stoffe erhitzt man drei bis fünf Stunden in einem geschlossenen Gefäß zuerst auf 30°, dann auf 50° C. im Wasserbade. Beim Herausnehmen aus dem Apparat ist das Schwarz bereits entwickelt. Man läßt die Waare einige Zeit auf einander liegen und nimmt durch eine schwache Auflösung voll chromsaurem Kali, darauf zum Weichmachen durch ein Weißbad mit Oel.

Passirt man die Waare durch sehr verdünnte Schwefelsäure, wäscht und nimmt durch schwach alkalisches Wasser, so erhält man aus dem Schwarz ein Dunkelblau. (Reimann's Färberzeitung, 1873, Nr. 6.)

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