Titel: Das Metallgießen im Vacuum.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 207/Miszelle 5 (S. 259)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj207/mi207mi03_5

Das Metallgießen im Vacuum.

Um die Uebelstände zu vermeiden, welche beim Metallgießen, besonders der Kunstwerke, durch die in den Mulden eingeschlossene Luft sich ergeben (Ungenauigkeit in dem Abgusse, Luftblasen etc.), haben Cumin und Martel sich eine Erfindung patentiren lassen, welche sich auf die Anwendung des Vacuums gründet. Im Momente des Gusses wird die Muffel mit einer Luftpumpe in Verbindung gesetzt, welche die Luft durch die Poren des Materiales heraussaugt, aus welchem die Muffel besteht. Die Innenfläche der Muffel ist daher mit einer hinreichend porösen und zugleich widerstandsfähigen Masse belegt, welche nach der Natur des Metalles verschieden ist; und zwar für leichtflüssiges, wie Typenmetall, aus getrocknetem Gypsmörtel, für schwerer-flüssiges, wie Bronze, aus Gypsmörtel, gemengt mit Graphit, Alaun oder anderen Stoffen besteht, die gut zusammengerieben und getrocknet werden, um alles Wasser auszutreiben; für sehr strengflüssige Metalle wie Gußeisen und Gußstahl wird die Muffel bloß mit Graphit ausgeschlagen. (Engineering vom 20. December 1872)

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