Titel: Morton's Apparat zum Festhalten des Papieres, Kattuns etc. bei dem Bedrucken, Grundiren etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 207/Miszelle 9 (S. 260)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj207/mi207mi03_9

Morton's Apparat zum Festhalten des Papieres, Kattuns etc. bei dem Bedrucken, Grundiren etc.

Das Princip dieses Apparates beruht darauf, das Papier etc. durch Luftdruck an die Wände der Cylinder, über welche es geführt wird, anzudrücken und so fest in der Lage zu erhalten. Hierzu ist der große Kupfercylinder, der Tambour der Maschine unter seinem Mantel mit Kammern versehen, deren untere Wandungen zusammen einen neuen inneren Cylinder bilden. Der entstandene Raum zwischen den Mänteln beider Trommeln wird in 6–8 Kammern getheilt durch feste Zwischenwände. Jede dieser Kammern ist durch einen Schieber mit dem Inneren des großen Cylinders in Verbindung zu setzen. Der Mantel des ganzen Cylinders, somit die Decke der Kammern ist siebförmig gelocht. Der Cylinder ruht auf durchbohrten Zapfen, deren einer mit einer Luftpumpe in Verbindung steht. Pumpt man mit dieser die Luft aus dem Cylinder aus, und öffnet den Schieber nach einer Kammer zwischen dem inneren und äußeren Mantel, so strömt die Luft durch die Löcher der Mantelfläche in das Innere des Cylinders. Legt man auf diese Fläche Papier, so wird dasselbe durch den Luftdruck der nach dem Inneren strebenden Luft fest auf den Cylindermantel angedrückt. Es ist offenbar nur nothwendig, das Papier oder den Zeug für die Druckoperation festzuhalten; deßhalb ist eine ziemlich einfache Bogenvorrichtung angebracht, durch welche bei der Rotation des großen Cylinders nur diejenigen Schieber geöffnet werden, welche die Kammern öffnen, auf deren Decke das Papier der Bedruckung etc. unterliegt. Sobald die Rotation diese Kammern außer Bereich dieser Druckstelle führt, hört die Wirkung des Bügels auf und starke Federn schließen selbstthätig die Schieber. – Für die Grundirung des Papieres mit Bürstenapparaten dürfte sich diese Einrichtung besonders eignen. (Engineer, November 1972, S. 319.)

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