Titel: Beschleunigung der Reife des Obstes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 207/Miszelle 17 (S. 344)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj207/mi207mi04_17

Beschleunigung der Reife des Obstes.

Nach einer Mittheilung Stall's in Eldena in der „Wochenschrift des Vereines zur Beförderung des Gartenbaues in Preußen“ heißt es: „Davon ausgehend, daß die Erneuerung der Erdschicht, welche unmittelbar die Wurzeln einer Pflanze umgibt, auf deren Thätigkeit einen beschleunigenden Einfluß ausübt und damit auch eine frühere Reife aller Theile der Pflanze, mithin auch der Früchte, hervorbringen muß, ließ ich ungefähr 8 Wochen vor der normalen Reife einer früheren Birnsorte die Erde rings um den Baum in einem Durchmesser von 4 – 4 1/2 Meter bis zu den Wurzeln in die Tiefe so wegnehmen, daß dieselben nur noch von einer 5–6 Centimeter dicken Schicht bedeckt waren und die Sonne daher das zurückgebliebene Erdreich vollständig durchwärmen konnte. Die Resultate waren ganz erstaunlich. Nicht allem wurden die Früchte schon Mitte Juli reif, sondern sie waren auch so saftig und schmackhaft, wie ich sie fast nie gegessen. Um den Versuch noch weiter auszuführen, entfernte ich bei einem Reineclaudebaume die Erde in der angegebenen Dicke nur auf der Nordseite. Auch hier war die Folge, daß die Früchte auf dieser Seite einige Tage eher reiften, als die gegen Süden hängenden. Um ein Austrocknen der Wurzeln zu verhindern, muß allerdings sehr fleißiges Begießen stattfinden.“

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