Titel: Wasserconsum der Thiere.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 207/Miszelle 17 (S. 431)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj207/mi207mi05_17

Wasserconsum der Thiere.

Professor Henneberg macht in den „Mittheilungen des landwirthschaftlichen Centralvereines für den Regierungsbezirk Cassel“ auf eine Beobachtung von großem praktischem Interesse aufmerksam, auf die Beobachtung nämlich, daß im Lebensproceß der Thiere die größte Wasserperspiration (Ausscheidung von Wasser in Dunstform durch Lunge und Haut) mit dem größten Wasserconsum zusammenfällt. Mit gesteigerter Perspiration steht aber auch Kohlensäurebildung und deßhalb auch der Verbrauch von kohlenstoffhaltigem Respirationsmaterial in engster Beziehung. Je großer die Wasseraufnahme also, desto kleiner der Theil der kohlenstoffhaltigen Nahrung, welche im Körper zum Ansatz verwendet werden kann. Mit dem größten Wasserconsum steht aber ferner der Eiweißumsatz in gerader Beziehung; je mehr ein Thier Wasser aufnimmt, desto mehr wird Eiweiß in Form von Harnbestandtheilen ausgeschieden. Es ist demnach unökonomisch und verwerflich, den Thieren viel Wasser, wie es in der Praxis durch Aufschwemmen von Schrot und Oelkuchen im Trinkwasser vorkommt, zu reichen, oder sie in heißen Ställen schwitzen zu lassen.

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