Titel: Ein Experiment zur Umwandlung des amorphen Antimonmetalles in krystallinisches.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 207/Miszelle 8 (S. 426–427)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj207/mi207mi05_8
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Ein Experiment zur Umwandlung des amorphen Antimonmetalles in krystallinisches.

Man verbinde einen Kupferblech- und einen Platinblech-Streifen mit respective dem negativen und positiven Leitungsdrahte einer galvanischen Batterie, und tauche diese Blechstreifen in eine Auflösung von Antimonchlorid in salzsäurehaltigem Wasser. In Folge der galvanischen Wirkung wird sich das Antimon in Form eines feinen unfühlbaren Pulvers auf der Oberfläche des Kupfers niederschlagen, von welcher es, nachdem sich genug angehäuft hat, leicht durch Hin- und Herbiegen des Blechstreifens entfernt werden kann. Wenn man das so erhaltene Metall in eiller Reibschale mit dem Pistill kräftig zerreibt, so detonirt es mit einiger Heftigkeit, und diese Explosion ist mit Licht- und Wärmeentwicklung begleitet; das amorphe Metallpulver geht dabei in den krystallinischen Zustand über. Der Verfasser hat nicht untersucht, ob dasselbe Resultat durch Erhitzen des Pulvers erhalten werden kann, wie es bekanntlich nach Bunsen's Beobachtung in hohem Grade bei dem Rhodium und Iridium der Fall ist, welche in analoger Weise aus ihren Salzlösungen abgelagert winden (Journal of the Franklin Institute, Februar 1873, S. 82.)

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