Titel: Verfahren zum Reinigen von Glasgeräthen in Laboratorien; von Dr. J. Walz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 207/Miszelle 9 (S. 427)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj207/mi207mi05_9

Verfahren zum Reinigen von Glasgeräthen in Laboratorien; von Dr. J. Walz.

Das Reinigen von Bechergläsern und anderen chemischen Glasgeräthen, welche Oele, Fette und ähnliche organische Substanzen enthielten, mittelst doppelt-chromsauren Kalis und concentrirter Schwefelsäure, ist oft wegen der Gestalt der Gefäße unbequem, oder weil es manchmal die Anwendung beträchtlicher Wärme erfordert, wodurch das Zerbrechen derselben veranlaßt wird. Folgende Methode hat mir in allen Fällen genügende Resultate gegeben: Das zu reinigende Gefäß wird mit einer mäßig verdünnten Auflösung von übermangansaurem Kali gefüllt, oder, wenn es groß ist, mit derselben ausgespült; man läßt den Contact der Flüssigkeit so lange andauern, bis sich ein dünner Ueberzug von Manganoxydhydrat abgelagert hat; die Lösung wird dann weggegossen, und das Glasgefäß mit ein wenig starker Salzsäure ausgespült. Es bildet dann Chlor, jedoch nicht so viel, daß es belästigt; und da dasselbe im Entstehungszustande auf die organischen Substanzen wirkt, so verwandelt es dieselben schnell in Substitutionsproducte, welche in dem geringen Ueberschuß von Säure oder Wasser löslich sind. (Journal of the Franklin Institute, Februar 1873, S. 81.)

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