Titel: Ueber zinkerne Bierkühlschiffe; von Dr. H. Vohl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 207/Miszelle 4 (S. 511)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj207/mi207mi06_4

Ueber zinkerne Bierkühlschiffe; von Dr. H. Vohl.

Vor einiger Zeit erhielt ich zwei Proben Bier zur Untersuchung, welche aus einer und derselben Brauerei stammten und auch auf ganz gleiche Art erzeugt worden waren, nur mit dem Unterschiede daß die helle und klare Probe mit dem alten zinkernen Kühlschiff gekühlt wurde, wohingegen die zweite schwach opalescirende Probe ein neues Kühlschiff von Zink passirt hatte.

Beide Biere hatten einen reinen und erfrischenden Geschmack, nur war die schwache Trübung bei der zweiten Probe für den Consumenten nicht empfehlend.

Die Analyse ergab bei dem klaren Bier keine fremden Bestandtheile, wohingegen in einem Liter der zweiten Probe eine Spur von Zinkoxyd gefunden wurde.

In welcher Weise nun diese Spur von Zinkoxyd die Trübung des Bieres hervorgerufen, lasse ich dahingestellt. Es wäre zu wünschen, daß in dieser Hinsicht mehrere Beobachtungen angestellt würden.

Das Metallblech zu beiden Kühlschiffen war nicht gleichartig zusammengesetzt.

100 Gewichtstheile des Zinkbleches enthielten:

altes Kühlschiff neues Kühlschiff
Zink 99,4320 98,6400
Blei 0,4416 1,2800
Eisen 0,0130 0,0096
Verlust 0,1134 0,0704
–––––––– ––––––––
100,0000 100,0000

Es ist nicht unwahrscheinlich, daß der höhere Bleigehalt hier einen Einfluß bezüglich der Löslichkeit des Zinkes ausgeübt hat.

Cöln, im März 1873.

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