Titel: Anilinschwarz zum Färben der Baumwolle, nach Jarosson und Müller-Pack.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 208/Miszelle 11 (S. 157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj208/mi208mi02_11

Anilinschwarz zum Färben der Baumwolle, nach Jarosson und Müller-Pack.

Man löst in 10 Liter Wasser und 10 Kil. Salzsäure 3 Kil. Eisen auf, stellt die Flüssigkeit durch Verdünnung auf 2° Baumé und bringt die zu färbenden Stoffe 2 Stunden lang hinein. Auf 30 Kil. Stoff bestellt man sich zwei Lösungen, die erste aus 2,100 Kil. chlorsaurem Kali und 30 Liter kochendem Wasser, die zweite aus 3 Kil. Anilinöl und 5 Kil. Salzsäure. Man mischt beide Lösungen und taucht die zu färbenden Stoffe darin ein, bis sie davon durchdrungen sind. Die imprägnirten Stoffe erhitzt man 3 bis 5 Stunden lang in einem geschlossenen Gefäß zuerst auf 30°, dann auf 50° R. im Wasserbade. Beim Herausnehmen aus dem Apparat ist das Schwarz bereits entwickelt. Man läßt die Waare einige Zeit auf einander liegen und nimmt dann durch eine schwache Auflösung von chromsaurem Kali, darauf zum Weichmachen durch ein Weißbad mit Oel. Passirt man die Waare durch sehr verdünnte Schwefelsäure, wäscht und nimmt durch schwach alkalisches Wasser, so erhält man aus dem Schwarz ein Dunkelblau. (Reimann's Färberzeitung, 1873, Nr. 6.)

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