Titel: Ueber C. Puscher's flüssigen Leim.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 208/Miszelle 21 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj208/mi208mi02_21

Ueber C. Puscher's flüssigen Leim.

Nach den von Prof. Kick in Prag vorgenommenen Versuchen wird nach dem von C. Puscher angegebenen Verfahren (polytechn. Journal, 1872, Bd. CCV S. 390) – allerdings flüssiger Leim erhalten, der für viele Zwecke ganz genügende Bindekraft besitzt; doch ist dessen Bindekraft entschieden geringer als bei gewöhnlichem gutem Tischlerleim. Zum Versuche wurden Holzleisten aus Tannenholz von 20 Millimet. Breite und je 210 Millimet. Länge auf 52 Millimet. über einander geleimt

Textabbildung Bd. 208, S. 160

Die Leiste a wurde im Schraubstock festgespannt; an b wurden in der Entfernung von 154 Millimet. von der Leimung Gewichte gehängt. Es erfolgte bei dem flüssigen Leim, obwohl derselbe gleichfalls 5 Wochen lang erhärten konnte, das Abreißen bei der Belastung von 9 Pfd., bei den mit Tischlerleim geleimten Leisten dagegen unter übrigens gleichen Umständen bei der Belastung von 24 Pfd. Diese Angaben sind das arithmetische Mittel aus je zwei gleichartigen, gut übereinstimmenden Versuchen. Die durch den Versuch getheilte Stelle zeigte bei der Leimung mit Tischlerleim, daß die Trennung zum kleinsten Theile in der Leimschicht, vielmehr größtentheils im Holze vor sich ging, während bei den mit flüssigem Leim geleimten Leisten die Trennung zumeist in der Leimschicht erfolgte. Nach diesen Versuchen stellt sich die Haftbarkeit von Puscher's flüssigem Leime zu 3/8 von derjenigen guten Tischlerleimes. (Technische Blätter, Jahrg. 1872 S. 264.)

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