Titel: Matter Firniß.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 208/Miszelle 10 (S. 465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj208/mi208mi06_10

Matter Firniß.

Zu manchen Zwecken braucht man Firnisse, die nicht glänzend, sondern matt auftrocknen, so z.B. für die Negativretouche, für transparente Stereoskop-Glasbilder u.s.w.

Solche Firnisse stellt man durch Vermischen von Harzlösungen mit solchen Flüssigkeiten dar, in denen allein die Harze sich nicht lösen. Eine Auflösung von Sandarak in Aether, gemischt mit einem Viertel Benzol, trocknet gerade wie mattes Glas. Auch wenn man eine Auflösung von Dammarharz in Benzol mit Aether versetzt, erhält man einen guten matten Lack. Zusatz von Wasser macht auch die Schicht matt, aber zugleich halb undurchsichtig. Gewöhnlicher Negativlack gibt, mit Benzol gemischt, zuweilen sehr schöne matte Schichten, aber nicht immer. Eine bestimmte Vorschrift läßt sich kaum ertheilen, da viel auf die Beschaffenheit der Bestandtheile ankommt. Man löse 3 bis 5 Theile Sandarak in 48 Theilen Aether und setze 24 Theile oder überhaupt so viel Benzol hinzu, bis das gewünschte Resultat erreicht ist. Zu viel Benzol macht den Firniß trübe und die Schicht ungleich.

Alfred Hughes theilte folgende Vorschrift für einen Mattlack mn, der absolut farblos ist und eine prachtvolle matte Schicht liefert:

Aether 560 Gramme
Benzol 240 „
Sandarak 40 „
Canadabalsam 10 „

Das Harz wird in Aether gelöst, und dann das Benzol zugesetzt, (Photogr. News.)

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