Titel: Kitt zur Befestigung von Medaillen etc. auf Glas, von R. Franke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 208/Miszelle 12 (S. 465–466)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj208/mi208mi06_12

Kitt zur Befestigung von Medaillen etc. auf Glas, von R. Franke.

Bei der Herstellung von Kästen, Aufsätzen und Schränken zur Aufnahme von Gegenständen welche auf der Industrieausstellung in Wien exponirt werden sollten, kam es häufig vor, daß Preismedaillen oder galvanoplastisch hergestellte Abdrücke von Orden und Auszeichnungen anderer Art, welche einem Fabrikanten früher schon zu |466| Theil wurden, auf der Firma-Glastafel, die an oder über dem Schranke etc. angebracht ist, angeheftet werden sollten. Das Durchbohren einer solchen Glastafel ist aber nicht nur sehr zeitraubend, schwierig und der Tafel gefährlich, weil dieselbe dabei leicht zerbricht, sondern es gelingt auch in dieser Weise fast nie, ein festes und sicheres Aufsitzen der kupfernen Medaillen auf der Glastafel zu bewirken.

R. Franke empfiehlt nun zu diesem Zwecke, und überhaupt um Metalle auf Glas schnell und sicher zu befestigen, die Verwendung eines in folgender Weise zusammengesetzten Kittes: 2 Theile fein gepulverte Silberglätte und 1 Theil trockenes Bleiweiß werden innig gemischt und mit gekochtem Leinöl und Copallack zu einem knetbaren Teige verarbeitet. Auf 3 Theile gekochtes Leinöl nimmt man 1 Theil Copallack. Von dieser Mischung setzt man dem Gemisch von Glätte und Bleiweiß so viel zu, daß es mit demselben einen zähen Teig gibt.

Das Verfahren bei der Anwendung dieses Kittes ist sehr einfach: die untere Fläche der Medaille etc. wird mit dem Kitt ausgefüllt, dann dieselbe an das Glas angedrückt, und der (verdrängte) Ueberschuß des Kittes mit irgend einem Instrument entfernt. Der Kitt trocknet sehr rasch und wird sehr fest. Diese Befestigungsweise hat sich zu dem oben angegebenen Zweck bestens bewährt. (Der praktische Techniker, 1873 S. 116).

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