Titel: Goldfälschungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 208/Miszelle 14 (S. 466)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj208/mi208mi06_14

Goldfälschungen.

Das in einem sehr gewerbsamen Uhrmachersitz erscheinende „Anzeigblatt von St. Croix“ bringt folgende Warnung: „Wir glauben die Uhrenfabrikanten und Kaufleute unserer Gegend vor den vielen Goldfälschungen warnen zu sollen, welche in gewissen Schalenmacher- und Goldschmiede-Werkstätten in Genf und Chaux de Fonds vorkommen. Das Centralbureau in Pontarlier hat in den letzten Tagen mehrere Halbdutzend Schalen zerschnitten, welche nicht den nöthigen Gehalt hatten. Man findet Ringe, in deren Mitte sich ein Kupferfaden befindet, und Decken und Charniere, welche zu 18 Karat declarirt sind, aber nur 14 Karat halten. In Chaux de Fonds fanden wir Schalen, die zu 14 Karat declarirt waren, aber in Wirklichkeit zu einem Theil nur 560/1000, zum anderen Theile sogar nur 300/1000 fein hielten, und deren Rest nur aus Aluminium bestand. So ist es auch mit der Bijouterie. Diesen Uebervortheilungen sind hauptsächlich die Fabrikanten ausgesetzt, welche nach Oesterreich und Deutschland verkehren. In Deutschland existirt nämlich keine Controlle, und in Oesterreich begünstigt eine höchst mangelhafte Controlle, welche bei fremden Goldwaaren keinen Unterschied im Gehalte macht, sobald sie über 14 Karat sind, die unredliche Concurrenz. Es ist also eine genauere Prüfung erforderlich, oder man muß ausdrücklich von den genannten beiden Städten die officielle Stempelung von 18 Karat = 750/1000 verlangen.“ (Wochenblatt des nieder-österr. Gewerbevereines, 1873 S. 197.)

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